NNZet
Neue Nienburger Zeitung
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Ausgabe Nr. 8

  seit 2000

 22. Dezember 2002

Ihre NNZet Redaktion

wer es immer noch nicht gemerkt hat, Nienburg bietet mehr, als Altenteil und reine Wohnstadt zu sein.

Vielleicht engagieren sich demnächst mehr Menschen für unsere Stadt. Stammtischgemecker hat noch nie was bewirkt.

Skyline
Übrigen#,

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Anmerkung der Redaktion: Die Schüler benutzen die neue Rechtschreibung.

Impressum

Diese Zeitung erscheint zwanglos im Internet. Herausgegeben vom Verein zur Förderung kultureller Projekte in Nienburg a.d. Saale e.V.

Für etwaige Fehler übernehmen wir keinerlei Gewähr.

Au# der Heimat - für die Heimat ...

 ... gehen diesmal Grüße nach  Halle/Saale und St. Blasien

Berufsorientierung

Projekt “Sich erfolgreich bewerben” Teil 2

von Anja Tiede

Da sich niemand nur auf das Arbeitsamt verlassen sollte, haben die Schüler Internetadressen aufgesucht, die ihnen bei der Erstellung der Bewerbungsunterlagen, bei der Vorbereitung auf das Vorstellungsgespräch und bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz helfen.

Unsere Leser erinnern sich vielleicht, dass die 8. Klassen der Sekundarschule Nienburg ein Projekt zur Berufsorientierung durchgeführt haben und der Wunsch bestand, dieses Projekt unter dem Schwerpunkt der Bewerbung in der 9. Klasse fortzusetzen. Wir haben dazu die zwei Tage vor den Weihnachtsferien genutzt. Die Deutschlehrer waren für die Vermittlung der Anforderungen an das Bewerbungsschreiben und den Lebenslauf verantwortlich, die von jedem Schüler anzufertigen sind.

Vertreter zweier Krankenkassen sollten aus der Sicht der Personalabteilung Hinweise zum Bewerbungsschreiben geben und Übungen zum Vorstellungsgespräch durchführen. Leider habenen beide aus Krankheitsgründen kurzfristig abgesagt, sodass die Lehrer einspringen mussten. Aber das war kein Problem. Mit der Videokamera haben wir Vorstellungsgespräche aufgenommen und anschließend ausgewertet. So konnte sich jeder selbst beim Gespräch beobachten. Außerdem hatten alle viel Spaß.

Auch in diesem Jahr haben wir uns noch einmal mit Aufgaben aus Auswahltests beschäftigt, da es hier im letzten Jahr erhebliche Probleme gab. Es wurde wieder deutlich, dass sich jeder auf solch einen Test vorbereiten sollte. Anregungen dafür gibt es genug.

von Uta Roschkowski, geb. Kuhle-Reinhardt

Hervorgekramte#

In der Nienburger Zeitung gab es viel Arbeit, es waren inzwischen 10 Angestellte. Mein Großvater, A. W. Reinhardt, arbeitete schon damals mit Reklame und verdiente damit nicht wenig Geld. Er baute in Nienburg und Bernburg Litfaßsäulen. Diese ließ er bekleben und konnte von diesem Erwerb sich und seine Familie ernähren. Wir wurden gar nicht gefragt, ob wir mit dem Abriß der Litfaßsäulen einverstanden sind, die hatte man nämlich bei der Enteignung 1948/49 vergessen. Aber vor der Enteignung waren ja die schlimmen Nazi- und Kriegsjahre.

Fortsetzungsreihe zur Geschichte der Nienburger Zeitung

Marktplatz
Bibliothèque nationale de France
Ganz nah dran

In der “Bibliothèque nationale de France”

von Jana Stöckel und Michael Bunge

Ein wenig in der Geschichte herumzustöbern, einfach mehr zu wissen, wer will das nicht? Das kleine auf den ersten Eindruck unscheinbare Städtchen Nienburg ist randvoll mit Wissenswertem.

Man ahnt nicht, daß aus diesem Städtchen ein so wichtiges Werk wie der "Annalista Saxo" stammt.

Die Mitarbeiter dieser Zweigstelle der französischen Nationalbibliothek bemühten sich außerordentlich, uns bei der Recherche weiterzuhelfen.  Wir fanden folgendes heraus:

Da es zur Zeit in der Nationalbibliothek von Paris in der Rue Richelieu aufbewahrt wird, machten wir uns auf den Weg dahin.

Im Dienste der Kunden

 von Rosemarie Beyer

 Nienburger Geschäftsleute: Familie Günther/Jannsen

Begonnen hatte Franz Günther, Großvater der heutigen Geschäftsinhaberin, Frau Jannsen, am 13.10.1891 mit dem Gewerbe für Nähmaschinenhandel. Innerhalb von 30 Jahren erweiterte sich das Angebot um Eisen- und Stahlwaren, Fahrräder bis hin zu einer Elektro-Installationsabteilung im Jahre 1921.

Vater und Sohn Franz Günther leiteten 18 Jahre gemeinsam das Unternehmen, ab 1940 Franz Günther junior allein.

Tochter Elisabeth Jannsen lernte seit 1951 Verkäuferin im elterlichen Geschäft und übernahm nach dem Tod der Eltern im August 1978 dessen Leitung.

Die Jubiläumsanzeige 1991 weist auf das breite Angebot des Fachgeschäftes hin (Glas, Porzellan, Keramik, Haushalt, Spielwaren, Elektrogeräte, Eisenwaren).

Das vielfältige Warensortiment war und ist eine Ursache für das erfolgreiche Bestehen über Jahrzehnte. Selbst während der 40 Jahre Sozialismus blieb das Einzelhandelsgeschäft Günther/Jannsen eigenständig, ohne staatlichen Kommissionshandel.

Die inzwischen über 70-jährige Frau Jannsen sah vor 10 Jahren den Erfolg ihrer Firma außerdem in der „Zentralen Lage des Fachgeschäftes, in der traditionell wichtigen Stammkundschaft über viele Jahre und in der guten Tradition.“

Zur guten Tradition gehört das Engagement Kundenwünsche weitgehendst individuell zu erfüllen.

Möge dem Stadtbild Nienburgs diese Tradition noch recht lange erhalten bleiben.

Schulhof, wa# nun?

von Sebastian Jusko, Sandra Irmscher und Christian Wendel

Aus der Schülerredaktion

In den letzten Jahren wurde an unserer Schule, der Sekundarschule Nienburg, schon sehr viel verändert. So wurde die Turnhalle rundum erneuert, der Chemie- und Physikraum modernisiert und mit neuen Arbeitsmaterialien ausgestattet. Der Werkraum und das Hauswirtschaftskabinett wurden neu eingerichtet, das Computerkabinett wurde mit neuen Computern ausgestattet und viele Klassenräume wurden renoviert und neu möbliert. Das Innere unserer Schule kann sich schon sehen lassen.

In den vorigen Jahren begannen auch die Arbeiten an der Verschönerung unseres Schulhofs. Er wurde teilweise neu gepflastert, neu bepflanzt und eine neue Weitsprunganlage ist entstanden – doch plötzlich war Schluss! Was war passiert? Gab es keine Firma mehr, keine Arbeiter, war kein Material mehr da oder fehlte vielleicht das nötige Geld?!

Viele Schüler wunderten sich, dass es plötzlich nicht mehr weiterging und es wurde natürlich viel darüber diskutiert. Viele Schüler waren sogar bereit die weiteren Arbeiten selbst durchzuführen, was allerdings aus Sicherheitsgründen von der Schulleitung nicht genehmigt werden konnte.

Aus Gründen des  Geldmangels konnten die Arbeiten an unserem Schulhof leider nicht fortgeführt werden. Somit wird natürlich an der Schule diskutiert, wann der Schulhof endlich fertiggestellt wird. Kurz und knapp gesagt: Es gibt vom Landkreis kein Geld und es besteht auch wenig Hoffnung, dass der Schulhof in den nächsten Jahren noch fertiggestellt wird.

Es wäre schon schön, wenn der Schulhof fertig gepflastert werden könnte. Dazu benötigen wir aber Material und Arbeitskräfte. Wir haben bereits 2 Basketballkörbe. Dazu müssen aber Stangen im Boden verankert werden.

Wenn Sie den Artikel lesen und uns in irgendeiner Weise helfen könnten, wären wir Schüler Ihnen sehr dankbar, denn Schule soll ja auch ein Ort des Wohlfühlens sein. Sollten Sie Kontakt zu uns aufnehmen wollen, können Sie das über die Schulleitung der Sekundarschule Nienburg (Tel. 034721/22238) oder über den Briefkasten der NNZet.

einer von 16 Schmuckbuchstaben

Den Mönchen im ehemaligen Nienburger Benediktiner-Kloster stand in den Jahren 1134 bis 1166 ein Abt Namens Arnold vor, der als Geschichtsschreiber bekannt geworden ist. Er war auch gleichzeitig Abt des Klosters Berge bei Magdeburg. Auf ihn ist das Werk "Annalista Saxo", ein Geschichtswerk, das sowohl die sächsische Literatur seiner Zeit als auch für die Reichsgeschichte wichtige Quellen und Urkunden enthält, zurückzuführen. Es umfaßt die Jahre 741 bis 1139.

Wegen des sehr reichhaltigen Inhalts und der Zuverlässigkeit der Aufzeichnungen wird das Werk des Abtes Arnold seit jeher hoch eingeschätzt. Die große Bedeutung war auch der Bibliothekarin in der französischen Nationalbibliothek bekannt...

Aufgrund des hohen Alters und der Beschaffenheit bleibt das Original dem Auge des Besuchers verborgen. Das auf Pergament geschriebene Manuskript umfaßt 237 Seiten, auf denen in jeweils zwei Spalten auf Lateinisch über die geschichtlichen Ereignisse der Zeit berichtet wird. Der Einband stammt aus dem 16. Jh. und wurde 1993 restauriert.

Kopieausschnitt (monochrom) aus dem “Annalista Saxo”

Der Buchdeckel ist in braunem Rindsleder gebunden, der Buchrücken in Schafsleder. Erwähnenswert sind 16 Schmuckbuchstaben, die sich im Buch finden.

Wir stellten uns auch die Frage, wie dieses Werk von Nienburg nach Paris gelangen konnte. Das Kloster wurde während der Säkularisation in den Jahren 1552-63 aufgelöst, und somit auch die darin befindliche Bibliothek. Bücher wurden meist durch Äbte von einem zum anderen Kloster mitgenommen.

Im 14. Jh. gehörte das Buch dem Geistlichen Andreas Cirkenbach aus Würzburg. Später gehörte es Francois Chevillard, Pfarrer des Klosters Saint-Germain-des-Prés in Paris. Wie durch ein Wunder überstand das Buch die Wirren der Französischen Revolution, bei der viele Manuskripte der Klosterbibliothek von Saint-Germain-des-Prés zerstört wurden.

Als auch dort das Kloster nach der Revolution aufgelöst wurde, gelangte es von dort in die Bibliothèque nationale de France, wo es bis heute würdig aufbewahrt wird.

Hier noch ein Foto von der ältesten noch erhaltenen Kirche von Paris, in deren Bibliothek der "Annalista Saxo" Zwischenstation machte.

Saint-Germain-des-Prés Paris
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